Wissensaustausch #49: Wirkung entsteht im gemeinsamen Weiterdenken
Gemeinsamer Start: Orientierung, Ziele und neue Gesichter
Nach alter Tradition wird der erste Tag der Veranstaltung von unserem CEO Thomas Lenke eröffnet. Er begrüßte insbesondere die neuen Tilianerinnen und Tilianer und gab ihnen die Gelegenheit, sich selbst vorzustellen.
Im Anschluss folgte die „State of the Nation“: Ein kompakter Überblick über die aktuelle Lage der Tilia‑Gruppe, zentrale Entwicklungen und die geschärften Ziele für das kommende Jahr. Gleichzeitig bot der Rückblick auf die Erfolge des vergangenen Jahres Raum für Einordnung: Wo haben wir Wirkung erzielt, welche Themen haben uns vorangebracht – und was bedeutet das für unsere Kunden?
Projekte klar auf den Punkt bringen: Impact aus Kundensicht denken
Im ersten Workshop rückte ein Thema besonders in den Fokus: der Impact unserer Projekte. Die Teilnehmenden präsentierten jeweils eines ihrer selbst geführten Projekte – mit einer klaren Aufgabenstellung: den Mehrwert für den Kunden präzise, verständlich und auf das Wesentliche reduziert darzustellen.
Zentrale Elemente des Workshops waren:
- die Konzentration auf die Kernaussagen,
- die bewusste Reduktion der Ausführungen,
- sowie der Perspektivwechsel hin zur Kundensicht.
Der Austausch sollte den Teilnehmern verdeutlichen, wie wichtig es ist, Wirkung nicht nur intern zu bewerten, sondern sie präzise zu benennen – gerade in komplexen und langfristigen Projekten geht der Blick auf die wesentlichen Kennzahlen und dem „Warum“ gelegentlich verloren, da die Einzelaufgaben und Sprints viel Aufmerksamkeit verlangen.
Eine teilweise fordernde Übung und eine Erinnerung daran, sich selbst und unseren Kunden regelmäßig das anvisierte Ziel in Erinnerung zu rufen.
Praxis erleben: Site Visits als Blick über den Projektrand
Ein weiterer fester Bestandteil des Wissensaustauschs sind die Site Visits, die theoretische Diskussionen um konkrete Eindrücke aus der Praxis ergänzten.
Im BMW Werk Leipzig wurde deutlich, wie klein‑ und großteilige Prozesse miteinander verzahnt und effizient synchronisiert werden können – ein anschauliches Beispiel für hochkomplexe industrielle Abläufe.
Auf der Kläranlage Rosental konnten die Teilnehmenden den laufenden Erweiterungsbau live erleben, den Tilia begleitet. Hier wurde klar, welche besonderen Anforderungen Großprojekte im laufenden Betrieb mit sich bringen und wie existentiell eine enge Abstimmung zwischen Planung, Umsetzung und Betrieb ist. Unser Tilianer Georg Enke übernahm die Führung über das Gelände und wusste mit seiner Expertise aus dem Projekt und erheiternden Anekdoten den Besuch informativ und kurzweilig zu gestalten.
Das Gewandhaus zu Leipzig schließlich eröffnete eine ganz andere Perspektive: Der Blick hinter die Kulissen des historischen Hauses zeigte, wie das Management eines international renommierten Konzertbetriebs – und eines der Top‑10‑Orchester der Welt – organisiert ist und welche Parallelen sich auch hier zu komplexen Steuerungs‑ und Organisationsfragen ziehen lassen.
Solche Einblicke helfen uns, Herausforderungen besser zu verstehen und Lösungen praxisnah weiterzuentwickeln – auch und ganz besonders, wenn es sich um Bereiche handelt, die in unserer Geschäftstätigkeit eher selten vorkommen.
Der Tag wurde mit einem gemeinsamen Restaurantbesuch in der pittoresken Altstadt von Leipzig abgerundet. Abseits des Programms entstanden hier Gespräche, die den fachlichen Austausch auf angenehme Weise ergänzten und den Raum boten, neue Bekanntschaften zu schließen und bestehende zu vertiefen.
Vernetzung bewusst gestalten: Impulse und Diskussion am zweiten Tag
Der zweite Tag stand im Zeichen von Vernetzung und Zusammenarbeit. Einen besonderen Impuls setzte Elisa Märkel mit ihrem Vortrag „We are strangely closely connected“. Auf unterhaltsame und zugleich nachdenkliche Weise zeigte sie, wie eng Netzwerke tatsächlich sind – und wie nah oder fern wir davon entfernt sind, etwa Taylor Swift zu einem Song zu inspirieren. Der Impuls lud dazu ein, das eigene Netzwerk bewusster wahrzunehmen und bestehende Verbindungen neu zu denken.
Daran anschließend folgte die Panel Discussion, in der Christophe Hug, Marina Galindo Fernández, Matthias Keller, Sabine Unbescheid, begleitet von unserem Spontan-Moderator Tim „Lanz“ Deutschmann, diskutierten, wie sich Anforderungen, Rollenbilder und Erwartungen im Beratungsmarkt verändern. Im Mittelpunkt standen Fragen der Zusammenarbeit, der Vernetzung über Projekte hinweg und der Erkenntnis, dass bereits jeder ein Netzwerk besitzt.
Das Publikum wurde durch die Diskutanten angeregt, dieses im ersten Schritt bewusst wahrzunehmen.
Im zweiten Schritt: sich selbst über die Möglichkeiten des Ausbaus seines Netzwerkes zu befragen.
Im Verlauf des angeregten Gesprächs wurde auf der Bühne folgende Erkenntnis herausgeformt: um ein Netzwerk stetig auszubauen benötigt es kein Coaching oder eine komplizierte Strategie – nur Authentizität überzeugt langfristig und ist überhaupt durchzuhalten.
Unser Wissensaustausch zeigt uns immer wieder, wie wichtig Formate sind, die Raum für Reflexion, Dialog und gemeinsames Lernen schaffen. Auch der 49ste seiner Art bildet da keine Ausnahme. Für unsere Kunden bedeutet das: Beratung, die nicht stehen bleibt, sondern sich kontinuierlich weiterentwickelt – auf Basis von Erfahrung, Austausch und einem klaren Blick auf Wirkung.
Gleichzeitig geben solche Tage Einblicke in den Arbeitsalltag bei Tilia: geprägt von Offenheit, fachlicher Tiefe und dem Anspruch, gemeinsam Lösungen für komplexe Herausforderungen zu entwickeln.
Wir danken allen Beteiligten, ganz besonders dem engagierten Orga-Team um Ronny Kirbach, für den offenen Austausch, die engagierten Diskussionen und die vielen Impulse, die wir aus diesen zwei Tagen mitnehmen. Und natürlich Elisa Märkel für die Fotobegleitung und das gute Auge für Situationen und Menschen.
Das war der Wissensaustausch 1 von 3 in diesem Jahr – über die anderen beiden lest ihr wie gewohnt in unserem Wissensaustausch-Blog.







